Bob_Steffen_Selbstporträt

Ausstellung  im Kornhausforum Bern vom 8. November – 20. Dezember 2015, kuratiert von Veronika Minder und Efa Mühlethaler
. Szenografie:
 Heidy-Jo Wenger

Specials:

Hunting for Bob: Stadtrundgang und Salongespräche
Schöne Matrosen: Filmreihe im Kino Rex
Publikationen: Edition Salzgeber (Berlin) und Edition Patrick Frey (Zürich)

Alfred Jonathan «Bob» Steffen, am 16.2.1928 geboren, wächst in prekären Verhältnissen auf. Schon früh wird ihm bewusst, dass er anders ist als die Anderen. Als Jugendlicher – während der Verdunkelung – lernt er im Rotlichtviertel am Berner Hauptbahnhof verdeckt lebende Homosexuelle kennen, und bald verkehrt der attraktive Lehrling mit Vorliebe in «verkehrten Kreisen». Seine Wochenenden verbringt er im Sommer regelmässig in Männerbegleitung im Tessin, meistens in der Gegend rund um Ascona und den Monte Verità.

Nach der Ausbildung zum Dekorateur macht Bob, wie er sich später nennt, Karriere und ist auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn berühmt für seine Arbeiten mit Stoffen. Bob sieht gut aus, hat Charisma, Charme und Esprit. Von den 1950ern bis in die frühen Siebziger gehört er zum «Kuchen» der Künstler, Nonkonformisten und Bohèmiennes in der Berner Altstadt und führt ein ziemlich exzessives Party- und Privatleben. Als er am 16. April 2012 mit 84 Jahren stirbt, hinterlässt er über 6’000 aussergewöhnliche Fotografien.

Bilder Eröffnung vom 7. November 2015 im Kornhausforum Bern:
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